Der Reisende besucht an einem Wochenende Ende Juli nochmals den Ötscher. Diesmal soll aber nicht der Sessellift ab Lackenhof bergan hinhalten, sondern die eigenen Beine; und dies von Mitterbach am Erlaufsee ausgehend, über die Ötschergräben hinaus, den Rauen Kamm hoch und vom Ötschergipfel wieder hinunter zum Ötscherschutzhaus.
Eines vorweg: einmal im Leben soll man diese Tour schon gemacht haben, erfährt man hinterher. Noch allerdings führen die Spazierwege recht eben die Erlauf entlang.

Nach dem einen oder anderen feinen Ausblick ...

... kommt der Reisende am Weg zu den Ötschergräben an einem Mühlennachbau vorbei.

Schon hat man auch den Ötscherbach seinem tollen Farbenspiel erreicht.

Während der Wanderer stetig an Höhe gewinnt ...

... werden von ihm Luft und Landschaft förmlich eingesogen und nach kurzer Strecke ...

... planscht der Reisende ein wenig mit seinen Fingern im kalten Wasser.

Weiter führt der Pfad über Brücken und Stege ...

... schließlich in höhere Gefilde ...

... wo man dann auch, nach Verlassen der ausgetretenen Pfade, eine kurze Pause macht.

Da ein Waldstück wegen Forstarbeiten gesperrt ist, muss der Wanderer einen Umweg über eine Forststraße nehmen, um dann, einem Weg durch mehr oder weniger dichtes Dickicht folgend, einen ersten Blick auf die nächste Aufgabe zu erhaschen.

Da ist er also, der Ötschergipfel, und das rechts, das ist der Raue Kamm, den der Wagemutige lernen wird, hochzuklettern. Etwa ab der Baumgrenze ergibt sich ein Blick auf die Mitterndorfer Gemeindealpe ...

Und nach stetigem bergangehen, was im Übrigen vom Verlassen der Ötschergräben bis zum Gipfelkreuz so anhält, wird eine historische Höhle, das sogenannte "Geldloch" errreicht, in deren kaltem Luftzug eine größere Pause eingelegt wird.

Eine Weile führt der Weg noch unterhalb der Felswand entlang ...

... doch nach einer Kehre ist man am Rauen Kamm, wo den nunmehrigen Kletterer die eine oder andere steile Aufgabe erwartet.

Man muss an dieser Stelle schon festhalten, dass der Weg nicht wirklich etwas für Wanderer mit schwachen Nerven ist ...

... geht es doch links und rechts steil hinunter; und ein Gedenkkreuz mahnt zur Vorsicht. Im Hintergrund die Felswand des Ötschergipfels, die nun hinaufgestiegen werden muss.
Steil führt der Weg das Gestein hinauf ...

... bis endlich die letzte Etappe ...

... auf das Plateau führt ...

... von dessen Kante der um eine Erfahrung reicher Gewordene ausgetretene Pfade zum Gipfelkreuz einschlägt.

Eine wichtige Lektion ist, den Wasserverbrauch nicht zu unterschätzen, denn der Weg vom sogenannten Jägerherz aus bietet keine Trinkwasserquellen. Auch die Wegzeitangaben dürften sich eher an die Leistungswerte von den Gipfelstürmern unter den Wanderern halten als an jene des Durchschnitts.
Jedoch: letztlich wurde das zu Erledigende erledigt, und ein wenig stolz und ziemlich zufrieden kehrt der Reisende wieder heim zurück nach Wien.
